Heinrichsfest erinnert an P. Rudolf Lunkenbein

Er setzte sich für die Rechte der Bororo-Indigenen in Brasilien ein und bezahlte sein außergewöhnliches Engagement schließlich mit dem Leben. Der Todestag des aus Döringstadt bei Ebensfeld stammenden Salesianerpaters jähr sich am 15. Juli 2026 zum 50. Mal. Grund genug, beim diözesanen Heinrichsfest in besonderer Weise an ihn zu erinnern. Eine Delegation aus Brasilien wird ebenso zu Besuch sein wie seine Familie aus Döringstadt.
Lunkenbein, der nur 27 Jahre alt wurde, bewirkte in nur wenigen Jahren Außergewöhnliches. Er gab den Bororos neue Perspektiven, kämpfte mit ihnen für ihre Landrechte, suchte den Dialog mit Politik und Behörden und stieß konkrete Verbesserungen in Infrastruktur und Landwirtschaft an. Rudolf Lunkenbein wurde 1967 von weißen Großgrundbesitzern erschossen.
2018 wurde in Brasilien der diözesane Seligsprechungsprozess eröffnet, im November 2025 äußerte sich das zuständige vatikanische Dikasterium positiv, sodass auf eine baldige Seligsprechung gehofft wird.
Pater Rudolf Lunkenbein ist zu einem Märtyrer und Glaubenszeugen geworden, der die Welt der indigenen Bevölkerung im Herzen Brasiliens nachhaltig bewegt und verändert.
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