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Termine & Veranstaltungen

    Der Monat der Weltmission feiert 2026 sein 100jähriges Jubiläum

    Madagaskar im Fokus des Monats der Weltmission

    Madagaskar, die viertgrößte Insel der Welt, ist ein Land von atemberaubender Schönheit und außergewöhnlicher Biodiversität. Doch hinter der Fassade verbirgt sich eine tiefe gesellschaftliche und wirtschaftliche Not. Korruption und staatliche Untätigkeit haben zu enormer struktureller Schwäche geführt und einen Großteil der Bevölkerung unter die Armutsgrenze gedrückt. Die Kirche füllt die klaffende Lücke und übernimmt einen Großteil der staatlichen Aufgaben.

    Trotz Wirtschaftswachstum und natürlicher Ressourcen leben über 75 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Viele Kinder haben keinen Zugang zu Schulbildung, was ihre Zukunftsaussichten stark einschränkt. Der Inselstaat gehört zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern. Unter klimatischen Extrembedingungen wie Dürren und Zyklonen leidet die Landwirtschaft. Die Infrastruktur ist marode, was den Zugang zu Märkten und die wirtschaftliche Entwicklung behindert.

    Die christlichen Kirchen spielen eine zentrale Rolle im sozialen Gefüge Madagaskars und in der Sicherstellung des Lebensnotwendigen. Besonders in ländlichen Gebieten sind sie oft die einzigen Institutionen, die in abgelegenen Dörfern und Städten präsent sind, und fungieren als wichtige Anlaufstellen für soziale Dienste, Bildung und Gesundheitsversorgung.

    100 Jahre Weltmissionssonntag

    Im Jahr 2026 gibt es ein besonderes Jubiläum: Vor 100 Jahren wurde der Weltmissionssonntag ins Leben gerufen. Seit seiner Einführung am 14. Juni 1926 durch Papst Pius XI. engagieren sich Katholikinnen und Katholiken weltweit für die Kirche in den ärmsten Bistümern. Der Weltmissionssonntag verbindet Menschen über Länder und Kontinente hinweg. Er steht für gelebte Solidarität und einen Glauben, der handelt. 

    Der Monat der Weltmission ist die größte Solidaritätsaktion der Katholikinnen und Katholiken weltweit und findet traditionell im Oktober statt. Im Mittelpunkt steht im Jahr 2026 das Beispielland Madagaskar. Die zentralen Festlichkeiten werden unter dem Leitwort „Sei mutig und stark“ (Josua 1,6) im Bistum Regensburg ausgerichtet.