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Neue Strategie des BMZ „Zukunft zusammen global gestalten“

Lob und Kritik aus kirchlichen Kreisen
Datum:
Veröffentlicht: 29.1.26
Von:
Michael Kleiner

Das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) will angesichts der Mittelkürzungen die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fokussieren, effektiver gestalten und klarer an deutschen Interessen ausrichten. Für den Reformplan „Zukunft zusammen global gestalten“ gab es Lob und Kritik – auch aus kirchlichen Kreisen. 

Nach den Worten von Thomas Schwartz, Hauptgeschäftsführer des kirchlichen Osteuropahilfswerkes Renovabis, zeige „die ausdrückliche Anerkennung kirchlicher Träger als Teil eines deutschen Alleinstellungsmerkmals, wie stark die Bundesregierung den Wert gewachsener, zivilgesellschaftlicher Strukturen schätzt.“ Besonders positiv bewertet Renovabis die Rolle des BMZ als „Wiederaufbau-Ministerium“. Die vorgesehenen Investitionen in die Ukraine sowie in Südost- und Osteuropa seien von zentraler Bedeutung für die geopolitische Resilienz Europas und für die langfristige Stabilisierung der Region.

Kirchliche Hilfswerke wie Misereor und andere Nichtregierungsorganisationen warnen allerdings vor den Folgen der deutlichen Mittelkürzung (30% im Vergleich zu 2022), denen die neue Strategie zugrunde liegt. Dies gefährde zahlreiche Projekte und würde weltweit Not verschärfen. Auch der Rückzug auf nationale Interessen sei eine Rückkehr zu alten „Geber-Nehmer-Logiken“ und würde zulasten von Armutsbekämpfung und Menschenrechten gehen. Auch die Streichung von Mitteln etwa für die Bekämpfung von Fluchtursachen in Lateinamerika sei kontraproduktiv.

Hier finden Sie die ausführliche Bewertung von Renovabis