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MISEREOR-Fastenaktion für das Erzbistum Bamberg eröffnet

Misereoreröffnung Lauf
Datum:
Veröffentlicht: 1.3.21
Von:
Michael Kleiner

Beispielland Bolivien auch ohne Gäste im Fokus

Mit einem Festgottesdienst ist am Sonntag, 28. Februar in Lauf/Pegnitz die MISEREOR-Fastenaktion für die Erzdiözese Bamberg eröffnet worden. Erzbischof Ludwig Schick kritisierte in seiner Ansprache „nationale Impfdrängler“ in den reichen Ländern Europas. Es zeuge von Ungleichheit und Ungerechtigkeit, wenn in über 100 von 210 Ländern dieser Welt noch keine einzige Impfdosis gespritzt worden sei.

Das Misereor-Motto lautet in diesem Jahr „Es geht! Anders.“ Schick fügte hinzu: „Es muss auch anders gehen“ und wies auf den Klimawandel hin. „Wenn wir so weitermachen, zerstören wir unsere Zukunft. Es darf nicht so weitergehen mit der Ungleichheit und Ungerechtigkeit in unserer Welt, die im Lockdown erneut offenbar geworden ist.“

Auch wenn wegen der Pandemie kein Gast aus dem Partnerland Bolivien in die Erzdiözese Bamberg kommen konnte, wurde der Gottesdienst im lateinamerikanischen Flair gefeiert, vor allem durch die Beteiligung des Missionskreises Ayopaya. Dieser hat sich vor über 50 Jahren im Erzbistum zusammengefunden, um die Seelsorge und Entwicklung in der bolivianischen Provinz Ayopaya zu fördern. Auch das lokale Hans-Bößner-Hilfswerk und die kirchenmusikalische Gestaltung sorgten für weltkirchlichen Bezug und südamerikanische Stimmung. Aufgrund der Hygienerichtlinien lud die Pfarrei im Anschluss an die Messfeier nicht zum Fastenessen, sondern verteilte Rezepte traditioneller bolivianischer Gerichte. Zudem wurden rund um den Gottesdienst im Rahmen der Aktion #andersblühen Blumensamen verteilt.